Von der Relevanz der korrekten Wortbetonung

In allen Deutschkursen und Fortbildungen weise ich auf die Relevanz der korrekten Wortbetonung hin – und auch in meinem Blog habe ich schon öfter darüber geschrieben. Heute Nacht habe ich mich eine Situation aus meiner Kindheit erinnert, die ich hier gern teile:

Ich bin sechs Jahre alt und gehe in die erste Klasse. Am Nachmittag sitze ich am Esstisch in der Küche und mache meine Hausaufgaben: lesen üben. Meine Mutter spült Geschirr. Ich lese stockend vor: „To … Toma … TomaTEN.“ (Betonung auf der letzten Silbe; langes geschlossenes E!) Was soll das denn für ein Wort sein? „Mami, was sind denn TomaTEN?“, frage ich. Meine Mutter sieht mich überrascht an. „TomaTEN?“ Sie versteht nicht, was ich meine. Sie wischt sich die Hände trocken, kommt zum Tisch und sieht mir über die Schulter und in mein Buch. „Ach, ToMAten!“ Wir lachen Biggrin  

Fazit: Die korrekte Wortbetonung ist für die Verständlichkeit essenziell.

P.S. Und das passiert mir, wo ich doch Tomaten sooo gern esse Wink Bis heute übrigens.